Commodore C64

Mit Wehmut denke ich an die Anfangszeiten zurück. Mein erster Computer ein C64 aus dem Hause Commodore. was mach ein C64 unter Windows?

Beim Erscheinen im Jahr 1978 kostete der Commodore stolze  ATS 6.990,-- (über EUR 500,-- !). Für diese Unmenge an Geld bekam man - betrachtet man nur das Äußere - eine etwas höhere Tastatur mit englischem Zeichensatz 8 Funktionstasten und einigen weiteren Steuerungstasten. Im Inneren werkelte ein MOS 6502/6510, ein 8-Bit-Chip bei einer Taktfrequenz von 1 MHz (ja, EIN Megahertz), und hatte 64 Arbeitsspeicher zur Verfügung. Moment mal, zur Verfügung für Programme standen eigentlich nur 38911 Bytes. Programmiert wurde der C64 in einem BASIC-Dialekt - oder direkt in Assembler. Mit dem C64 konnte man ziemlich einfach Grafiken, über den Bildschirm sausen lassen - man musste sich nur mit den Sprites auskennen. Vom Sound war ich begeistert, der Soundchip ermöglichte bereits jeden Ton in ein Anklingen, halten, ausklingen und Hall zu teilen.

Wenn man dann seine 38 KB "großen" Programme fertig gestellt hat, konnte man sie auf einem externen Kassettenlaufwerk (Datasette) speichern. Empfohlen wurden eigene Datenkassetten, jedoch habe ich mit billigen Musikkassetten die gleich guten (oder schlechten) Erfahrungen machen können. So richtig "professionell" wurde es jedoch erst mit einem (externen) Diskettenlaufwerk. Die Floppy Disk 1541 schluckte 5 1/4 Zoll Disketten, und beschrieb sie auf einer Seite. Bald gab es "spezielle" beidseitig beschreibbare Disketten. Beidseitig soll heißen, dass man die Diskette auch verkehrt (oben/unten) einlegen konnte. Diese Disketten haben sich nur durch eine zweiten "offenen" Schreibschutz auf der rechten Seite unterschieden. Wenn man da einmal draufgekommen ist, konnte man ganz einfach aus einseitigen Disketten "zweiseitige" Disketten machen. Das "Lochen" von C64 Disketten wurde ganz große Mode, und ich frage mich, ob dann jemals wieder eine einzige doppelseitige Diskette verkauft worden ist. Zum "Lochen" gab es auch eigene Locher, funktionierte aber mit etwas Geduld auch auf einem herkömmlichen Handlocher.

Mit 2 Digital-Joysticks und einer Schachtel voll mit Spielen haben wir wohl zu viele Nachmittage mit Double Dragon, Pittstop, Ghostbusters und Hanse verbracht.

Auf alle Fälle war das eine sehr hektische Zeit. mit viel Streit im Wohnzimmer - der C64 musste nämlich an einen Fernseher angeschlossen werden - ein Feature das ich bei modernen PC's lange noch vermisste.

Für alle die noch immer nicht vom "Brotkasten" genug haben, hier noch einige externe Links

wwwcip.rus.uni-stuttgart.de/~etk10217/lunix/lunix.html
www.ludat.lth.se/~dat92oma/c64.html
www.Uni-Mainz.DE/~bauec002/FRMain.thml
www.funet.fi/pub/cmb/crossplatform/emulators/msdos/pc64/
blitzen.canberra.edu.au/~mex/mexgame.html
stud2.tuwien.ac.at/~e9525748/c64.html